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Zu dem Thema spätgeborene Kinder:

Wie bei der JL Sitzung im August 2019 verlautbart, diese Regelung soll frühestens 2020/21 kommen. In drei Bundesländer wird es ab der Saison 2019/20 getestet, dann nach einem Bericht an den ÖFB, könnte dies für ganz Österreich gelten.

Für die JHG NW Mitte.

Müssen Kinder vor dem Spiel aufwärmen?

Müssen Kinder vor dem Spiel aufwärmen?
Bei den Erwachsenen ist eine ordentliche Erwärmung unabdingbar um
Muskelverletzungen zu vermeiden. Doch welchen Zweck hat die Erwärmung bei
Kindern?
Von: Tobias Bluhm – Spond Zuletzt aktualisiert: 2019-08-05T11:32:25.0000000Z
Im Erwachsenenfußball ist die Erwärmung ein absolutes Muss. 30 Minuten vor Spielbeginn geht es raus aufs Feld, um die Muskeln mit ein paar Übungen ohne Ball auf Temperatur zu bringen. Danach wird kurz angedehnt und es folgen ein paar kurze Sprints, sowie der obligatorische Torschuss. Wie oben erwähnt, dient die Erwärmung bei den Erwachsenen zum größten Teil dazu, Muskelverletzungen vorzubeugen.
Wie wichtig ist die Erwärmung bei Kindern?
Noch immer sieht man bei Turnieren oder Wettspielen Trainer, welche ihre Spieler so erwärmen, wie sie es aus dem Erwachsenenfußball kennen. Warmlaufen, Dehnen, Sprints und Torschuss. Die Fragen die ich mir in diesem Fall stelle, sind einfach nur: Warum? Zu welchem Zweck? Um Muskelverletzungen zu vermeiden? Bei Kindern?
Ich kann es mir persönlich nicht erklären. Denn Kinder im Alter von 6-12 Jahren, müssten sich aufgrund ihrer noch sehr geringen Muskulatur gar nicht erwärmen. Muskelverletzungen
sind so gut wie ausgeschlossen. Deshalb ist es im Kinderfußball auch eher eine Einstimmung als eine Erwärmung.
Trotzdem gehört diese bei den Jüngsten natürlich auch dazu. Wie bereits erwähnt, nicht zum gleichen Hauptzweck wie bei den Erwachsenen, sondern eher um sich auf das Spiel vorzubereiten. Bestenfalls sollte dies bei den Kindern hauptsächlich mit Ball erfolgen. Gerne kann natürlich auch ein kleines Fangspiel ohne Ball mit dabei sein, aber bitte kein langweiliges Lauf-ABC, was leider noch viel zu häufig im Kinderfußball praktiziert wird. Noch unsinniger sind Dehnungsübungen mit den Kids. Beides erfüllt keinen Zweck.
Wenn ihr jedoch nicht auf das geliebte Lauf-ABC verzichten wollt, dann gebt einfach jedem Kind einen Ball. Dann heißt es nicht mehr Sidesteps, Kniehebelauf oder Anfersen, sondern Ball zwischen den Beinen pendeln, rechter Fuß, linker Fuß oder Ball mit der Fußspitze antippen.
Neben einem kleinen Fangspiel und einer Übung zur Ballkontrolle, sollte eine Torschussübung natürlich nicht fehlen. Dies sorgt schon einmal für ein paar kleine Erfolgserlebnisse vor dem Spiel. Damit ist jedoch nicht gemeint, dass die Kinder zentral vor dem Tor zum Trainer passen, dieser den Ball ablegt und der Ball aufs Tor gebolzt wird. Seid in diesem Fall bitte etwas kreativer. Die Torschussübung kann man beispielsweise mit einem vorhergehenden Passspiel oder einem 1 gegen 1 verbinden.
Wenn einmal kein Tor zur Verfügung steht, was oft bei Turnieren der Fall ist, kann der obligatorische Torschuss auch mal entfallen oder man wählt stattdessen eine Übung mit Dribbeltoren aus. Dies wird mit Sicherheit keine negativen Auswirkungen auf den späteren Turnierverlauf haben.
Was benötigt man für eine altersgerechte Einstimmung?
Für eine altersgerechte Einstimmung benötigt man grundsätzlich nur 3 Materialien:
• Ball für mindestens jedes zweite Kind • Leibchen für mindestens jedes zweite Kind • 10-15 Hütchen
Das war es auch schon. All diese Dinge sollte jedes Team besitzen und es dürfte auch kein Problem sein, die genannten Materialien in einen Ballsack zu packen und diese zum Spiel oder Turnier zu transportieren.
Abschließend lässt sich sagen, dass sowohl der Zweck als auch die Inhalte einer Erwärmung im Kinder- und im Erwachsenenfußball verschieden sind. Läufe ohne Ball und auch Dehnungsübungen sind bei Kindern völlig fehl am Platz. Stattdessen sollte das Aufwärmprogramm der Kids als zusätzliche Bonus Trainingseinheit genutzt werden. In der Vorwoche geübte Schwerpunkte, können in der Einstimmung noch einmal aufgegriffen und gefestigt werden. Der Ball ist hier wie immer ein unbedingter Begleiter

Fehler, die wir alle begehen, warum??

Warum im Kinderfußball die individuelle Ausbildung über dem
mannschaftlichen Erfolg steht
Für viele Trainer und Eltern steht das Ergebnis immer noch an oberster Stelle. Selbst
die Einführung der Fairplayliga und Funino konnte dies nur bedingt ändern. In diesem
Artikel wird noch einmal verdeutlicht, warum Ergebnisorientierung im Kinderfußball
der falsche Weg ist.
Von: Tobias Bluhm – Spond Zuletzt aktualisiert: 2019-07-31T07:50:34.0000000Z
Wenn der Sieg von heute, einer optimalen Ausbildung des jungen Talents für morgen vorgezogen wird, dann stimmt etwas nicht. Kinder werden häufig zum passiven zuschauen verdammt, da der Erfolg für Trainer und auch Eltern an oberster Stelle steht. Am Ergebnis wird für sie gemessen, wie gut ihre Kinder wirklich sind. Dabei lässt sich anhand des Ergebnisses kaum etwas ableiten, außer das die eine Mannschaft mehr Tore geschossen hat, als die andere. Denn im Kinderfußball ist es auch mit einem mittelmäßigem Leistungsstand relativ einfach viele Spiele zu gewinnen, doch darum geht es nicht.
Sich beim Spiel zu vergnügen, zu experimentieren, neue Erfahrungen zu sammeln, zu dribbeln, kreativ zu sein und Fehler machen zu dürfen wird heutzutage ersetzt durch ein „Um den Sieg bangen“, Angst vor einer Blamage und Erfolgsdruck.
Der Schlüssel für die Lösung dieses Problems liegt in der Hand der Fußballverbände. Mit der Fairplayliga und der Einführung von Funino wurden zwei große Schritte in die richtige Richtung getan, auch wenn es leider immer noch wenige Trainer gibt, die eine optimale Ausbildung ihrer Spieler einem Sieg vorziehen. Im Kinderfußball sollte niemals an den kurzfristigen Erfolg, sondern immer an eine ganzheitliche Ausbildung und langfristige Entwicklung gedacht werden. In den älteren Jahrgängen macht sich dann erst bemerkbar, welche Spieler eine gute Grundlagenausbildung genossen haben und welche Spieler (zumeist technische Defizite) von erfolgshungrigen Trainer ausgebildet wurden.
Im Kinderfußball wird gesät und nicht geerntet!
Um das Ganze noch einmal zu verdeutlichen, stellen wir euch zwei Varianten vor. Die eine Variante hat das Ziel „Gewinnen“, die andere Variante das Ziel „Ausbilden“. Entscheidet selbst, welche der beiden Varianten ihr als Trainer wählt.
ZIEL: GEWINNEN
• Spieler die körperlich unterlegen aber technisch besser sind, bleiben auf der Bank. • Beim Training wird ein taktisches Konzept eingeübt, weil sich das Resultat meist sofort bemerkbar macht. • Aufstellung und Spielsystem werden dem Gegner angepasst. • Im Angriff wird der Ball aus der Abwehr direkt zur Sturmspitze geschlagen, um möglichst schnell und einfach zum Torerfolg zu kommen. • Es werden sehr viele lange Pässe gespielt. Auch der Torwart schlägt den Ball beim Abstoß immer lang. • Der Trainer steuert seine Spieler von der Seitenlinie, da sie sonst nicht wissen was sie machen sollen. Die Spieler sind vom Trainer abhängig. • Es wird jegliches Risiko verboten. • Jeder Spieler hat bereits seine feste und dementsprechend auch beste Position. • Es gibt einen festen Torwart. • Nur die Besten spielen. • Dribblings sollen so gut es geht vermieden werden. Das Risiko eines Ballverlustes ist zu hoch.
ZIEL: AUSBILDEN
• Alle haben das Recht zu spielen, unabhängig von ihrer körperlichen Entwicklung und technischen Fähigkeiten. • Beim Training liegt der Schwerpunkt auf der Verbesserung individuellen technischen Fähigkeiten. • Das Spielsystem und die Aufstellung werden unabhängig vom Gegner getauscht, damit die Spieler möglichst viel Erfahrungen sammeln können. • Das Zusammenspiel und das offensive 1 gegen 1 werden gefördert. Im Angriff soll sowohl die Breite als auch die Tiefe des Spielfeldes genutzt werden. • Lange unkontrollierte Bälle sollen nicht gespielt werden. Dafür viele kurze Pässe. Der Torwart spielt den Abstoß immer kurz und flach. • Der Trainer greift nur punktuell ins Spielgeschehen ein und lässt seine Spieler selbst entscheiden. Die Spieler sind kreativ und nicht vom Trainer abhängig.
• Risiken und Fehler sind erlaubt, auch wenn ein Tor gegen die eigene Mannschaft dadurch fallen kann. Denn nur aus Fehlern kann man lernen. • Die Positionen werden ständig getauscht, denn jede Position erfordert andere Aufgaben und Fähigkeiten, welche für die ganzheitliche Entwicklung und für das Spielverständnis wichtig sind. • Auch die Torhüter werden regelmäßig getauscht, denn ein guter Torwart, sollte auch ein guter Feldspieler sein. • Jeder Spieler bekommt unabhängig vom Spielstand und individuellem Leistungsvermögen die gleiche Spielzeit. • Die Spieler werden stets zum Dribbling und 1 gegen 1 ermutigt, auch wenn ein Ballverlust die Folge sein könnte.
Ein Jugendtrainer, der von Sieg zu Sieg eilt, hat mehr für seine eigene Zukunft getan, als für die seiner jungen Spieler.
Die Besessenheit vieler Trainer und Eltern, schnellstmögliche Resultate (GEWINNEN) sehen zu wollen, führt häufig dazu, dass im Training dementsprechend ergebnisorientiert gearbeitet wird. Das heißt viele isolierte Übungsformen, einstudierte Passfolgen, Standardsituationen oder Taktiken werden trainiert, da dies die Mittel für schnellen Erfolg sind. Alles auf Kosten der wirklich wichtigen fußballerischen Fähigkeiten.
Jeder Trainer sollte sich noch einmal bewusstmachen, dass im Kinderfußball ein guter Coach nicht an seinen Ergebnissen, sondern an der Entwicklung seiner Spieler gemessen wird. Wir hoffen ihr entscheidet euch für die richtige Variante.

EVN Girls Day in Altenwörth gegen Jhg Süd 4:1 gewonnen

Vorkader: Stefanie Buchinger Mautern, Viktoria Honcak Haitzendorf, Tina Huber Tulbing, Manuela Koudela, Maya Hynda Langenrohr, Marie Wohac Furth, Johanna Edelmayer Kirchberg,

Marlene Kasecker Mautern, Hanna Krejcik Mauerbach, Louisa Luger Langenlebarn, Karoline Gach Tulbing, Jennifer Ritsch Langenrohr, Constanze Bernhart Dross;

Hauptkader: Hannah Ehn Kirchberg, Samira Kristament Kirchberg, Jana Detzer Kirchberg, Mia Kirchmayr Horn, Stefanie Satzinger Zwentendorf, Chiara Platz Sitzenberg/Reidling,

Manuela Koudela, Lotte Jell Haitzendorf, Lana Corkovic Tulbing, Emma Heiplik Pressbaum, Florentine Dorfer Mautern und Nadja Schaar Hollenburg;

Nicht am Bild: Adi Haiduk