Zeitungsbericht der NÖN

Hallo Vereine der JHG NW Mitte!

Die gleiche Diskussion kommt am 02.08.2019 auf uns zu.

Geplante Reform sorgt für großen Unmut JHG Nordwest | Neueinteilung der Jugendhauptgruppen ab der Saison 2020/21 sorgt für einigen Wirbel. Vereine sind größtenteils dagegen.
Von Peter Sonnenberg
Hitzig war es am Freitagabend in der Kaiserrast Stockerau – aber nicht (nur) wegen der sommerlichen Temperaturen, sondern auch wegen einer kurzfristigen außerordentlichen Jugendleitersitzung der Jugendhauptgruppe Nordwest. Grund war die geplante Umorganisation bzw. Grenzänderungen im Bereich der Jugendhauptgruppen. Aufgrund der Brisanz des Themas fanden Vertreter von 50 der insgesamt 77 Vereine den Weg nach Stockerau – trotz des ungünstigen Termins zum Ferienstart. Worum ging es? Kurz gesagt um die geplante Umstellung der bestehenden Jugendhauptgruppen seitens des niederösterreichischen Fußballverbandes ab der Saison 2020/21 (alle De
tails in der Infobox rechts). Dann sollen die bisherigen JHG Geschichte sein und sich die Vereinseinteilung an der LAZGliederung orientieren – ein Umstand, der die JHG-Obmänner samt ihrer Vereine auf die Barrikaden steigen lässt. „Wir sind dagegen“, brachte JHG-Obmann Walter Oberschlick die Stimmung auf den Punkt. Ähnlich sehen es seine Kollegen, u.a. aus der JHG NWMitte. Die größten Kritikpunkte sind die willkürlichen Grenzziehungen, die dadurch drohen
den langen Fahrzeiten schon im Bereich der Allerjüngsten, und der fehlende Fahrplan zur Umsetzung seitens des Verbandes. „Wenn ich dann für ein U11Match, das 50 Minuten dauert, knapp 300 Kilometer fahren muss, fehlt mir die Sinnhaftigkeit“, zürnt Oberschlick. Dabei hat sich Hauptgruppenobmann Christian Durchschlag die Mühe gemacht und ein Konzept erarbeitet, um die JHG zukunftsfit zu machen: „Ich habe drei Szenarien entwickelt, wobei eines gut angekommen ist, und zwar, dass bis zur U12 in den eigenen Jugendhauptgruppen gespielt und ab der U13 hauptgruppenübergreifend eingeteilt wird.“ Doch entgegen einer Absichtserklärung, die Anfang Juni bei einer erstmals stattgefundenen Besprechung aller JHG- und HG-Obmänner getroffen wurde, ging der Jugendausschuss in seiner Sitzung Mitte Juni wieder davon ab. Und man brachte wieder die LAZ-Variante ins Spiel – „von ganz oben“, wie Durchschlag vermutet –, vor allem, weil das erarbeitete Konzept zur Einteilung der U13 als zu kompliziert und von den Vereinen bzw. Funktionären als nicht vermittelbar angesehen wurde.
Verband sieht nichts in Stein gemeißelt
Wie geht es jetzt weiter? Oberschlick klärt auf: „Wir sammeln jetzt die Reaktionen der Vereine und schicken sie zum Verband. Diese Lösung wollen wir keinesfalls.“ Beim Verband kalmiert Geschäftsführer Heimo Zechmeister: „Da ist noch nichts in Stein gemeißelt, wir wollen einen Diskussionsprozess starten und schauen, was überhaupt möglich und auch gewünscht ist.“
Ist strikt gegen die Pläne des Verbands: JHGNordwest-Obmann Walter Oberschlick. Foto: privat
Der Stein bzw. die Grafik des Anstoßes: Anhand der LAZ-Einteilung sollen die Jugendhauptgruppen zukünftig neu eingeteilt werden. Diese Idee des Verbandes kommt bei der Basis überhaupt nicht gut an. Foto: NÖFV
Hintergrund Neueinteilung der Jugendhauptgruppen ab 2020/2021:
… 2018 fand eine jährliche Klausur des NÖFV statt, in der es um die Zukunft der JHG-Grenzen ging. Hintergrund ist der stete Rückgang von Nachwuchsmannschaften, besonders in einzelnen Regionen wie etwa dem Waldviertel. Dort wurde auch die LAZ-Idee erstmals zur Sprache gebracht, aber wieder verworfen.
… Nach Durchsicht von 12.000 Datensätzen präsentierte NWHauptgruppenobmann Christian Durchschlag drei Lösungsansätze für dieses Problem: 1. Den Status Quo beibehalten; 2. JHG-Grenzen auflösen und neu zusammenlegen; 3. Bis zur U12 JHG, danach HG-übergreifend.
… Punkt drei fand breite Zustimmung, auch wenn die konkrete Umsetzung lange Zeit im Unklaren blieb. Wiederum war es Durchschlag, der die Einteilung mittels Verhältnissystems vornehmen wollte. Das war dem Verband allerdings zu kompliziert.
… Danach tauchte die LAZ-Idee auf, die bis kommendes Jahr umgesetzt werden soll, allerdings ohne konkreten Zeitplan oder Vereinseinteilung. Die Fortsetzung findet im Herbst bei der nächsten Sitzung des Jugendausschuss bzw. Jugendreferats statt.

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